Sechs achtsame Schritte, wie du mit PMS, Zyklusbeschwerden und hormonell bedingtem Heißhunger fertig wirst

Diesen Blogbeitrag kannst du auch als Podcast hören:

Viele Frauen kennen das: Je nach Zyklusphase fühlen wir uns energiegeladen, gut gelaunt und sexy.

Oder wir sind niedergeschlagen, reizbar und/oder uns ist zum Heulen zu Mute.

Tatsache ist: Unser Zyklus und unsere Hormone entscheiden oft darüber, ob wir uns wohlfühlen oder nicht!  

  • 3 von 4 Frauen haben PMS Symptome
  • 5 % aller Frauen empfinden ihre Symptome als so stark, dass sie sich davon vollkommen überwältigt fühlen
  • Und auch in meinen Coachings ist PMS immer wieder ein Thema. Viele Frauen fragen mcih: „Was kann ich machen bei PMS? Und wie soll ich mit dem Heißhunger umgehen, der mich einmal im Monat überwältigt und mir jeden Abnehmvorsatz zu Nichte macht?“

Darum soll es heute genau darum gehen:

Was kannst du tun bei PMS?

Wie hilft dir Achtsamkeit dabei, mit dir und deinem Körper im Reinen zu sein?

Und wie kommst du endlich klar mit deinem Hormonchaos und zyklusbedingten Gefühlswirrwarr?

Heißhunger während deiner Tage

Achtsamkeit ist der Schlüssel dazu, deinen Körper bewusst wahrzunehmen – und dich dadurch in deinem Körper zuhause zu fühlen. 

Wenn du deinen Körper achtsam erlebst, dann wirst du dir deiner selbst stärker bewusst.

Du empfindest automatisch mehr Glück und mehr Dankbarkeit für all die schönen Momente, die du dank deines Körpers erlebst:

Dabei gibt es viele Wege, wie du deinen Körper genussvoll erleben kannst:

Du erfährst mehr Genuss durch achtsames Essen

Genussvoll essen, und erfahren, welche Lebensmittel dir gut tun und Energie und gute Laune schenken – und welche nicht

Du erfährst mehr Genuss durch sinnliche Körpererfahrungen

Mit Achtsamkeit wirst du dir deiner Sinne gewahr. Du erlebst alles viel sinnlicher, lebhafter, stimulierender.

Du kannst zum Beispiel ein Schaumbad ganz achtsam wahrnehmen und mit all deinen Sinnen zelebrieren: Spür die Berührung des warmens Wassers auf deiner Haut. Höre das sanfte Plätschern. Rieche den Duft deines Schaumbads.

Natürlich kannst du deinen Körper besonders sinnlich mit einem anderen Menschen erfahren Mit zunehmender Achtsamkeit kannst du Berührungen immer mehr genießen. Wenn du deinem Körper vertraust, kannst du dich voll und ganz fallen lassen. Du spürst intensiv, wie es ist, wenn dich ein anderer Mensch berührt, streichelt, massiert, oder wenn du Sex hast.

Du erfährst mehr Genuss durch achtsame Bewegung. 

Auch beim Sport kannst du deinen Körper achtsam erleben.

Sobald du beim Muskeltraining in deinen Körper hineinfühlst, kannst du deine Muskeln wirklich wahrnehmen. Du spürst die Kontraktionen. Du spürst das Brennen. Du merkst ganz genau, was in deinem Körper passiert – und wie dein Körper dir seine innere Kraft offenbart.

Beim Cardio-Training nimmst du das Klopfen deines Herzens wahr. Du hörst deinen Atem. Du fühlst deine Lungen, die sich mit Sauerstoff vollpumpen. Du spürst das Blut durch deinen Körper rauschen. Du spürst deine ganze Energie, Vitalität und Lebenskraft.

Beim Yoga Training verbindest du deinen Körper mit deiner Seele. Du bewegst dich im Einklang mit deinem Atem. Du förderst deine Beweglichkeit. Du dehnst dich in neue Positionen. Du entdeckst körperlich neue Welten – und spirituell.

Du kannst auch achtsam tanzen oder singen. Wenn du dich drehst und hüpfst und tanzt, spürst du deine eigene Lebendigkeit. Du spürst die Freude, die in dir kribbelt, wenn dein Lieblingslied gespielt wird und die sich durch deinen Körper Ausdruck verleiht.

Achtsamkeit: Ein Garant für gute Laune und immer währendes Glück?

So schön wie all diese achtsamen Körpererfahrungen sind – Achtsamkeit bedeutet nicht, dass du dich einfach nur auf die guten Momente konzentrierst und die unangenehmen Erfahrungen ausblendest.

Ein achtsames Leben bedeutet nicht, ständig gut gelaunt und glücklich sein zu müssen.

Im Gegenteil:

Zu einem achtsam gelebten Leben gehören auch die „unangenehmen“ Momente.

Denn wie alle Lebewesen kennen wir Leid. Wir kennen Schmerzen. Wir haben Stimmungsschwankungen. Dunkle Momente.

Wichtig ist: Unangenehme Erfahrungen sind nicht „schlecht“. Denn Achtsamkeit kennt kein Urteil. Nichts ist an für sich „gut“ oder „schlecht“. Alles hat seinen Wert. Seine Berechtigung.

Darum gehören auch Schmerzen zum Leben.

Dazu möchte ich dir eine kleine Geschichte erzählen.

Ich weiß  noch , wie ich als Schülerin meinen Religions-Lehrer gefragt habe: „Wie kann es denn Gott geben, wenn es so viel Böses auf der Welt gibt?“

Die Antwort meines Religionslehrers lautete: „Nuria, nur wenn es das Böse gibt, kann es das Gute geben. Darum hat Gott uns das Böse als Geschenk auf die Welt gegeben. Denn nur wenn wir das Böse kennen, kennen wir auch das Glück.“

Darf ich ehrlich mit dir sein?

Mich hat diese Antwort damals nicht überzeugt. Warum gibt es Krieg? Warum sterben unschuldige Menschen? Warum gibt es Leid?

Sicher bist du mit mir einer Meinung: Für die Ungerechtigkeiten der Welt gibt es keine Erklärungen.

Aber vielleicht können wir dennoch sehen, was mein alter Religionslehrer mir damals sagen wollte. Und dazu müssen wir nicht einmal religiös sein. Denn auch ohne Religion sind wir spirituelle Wesen und wissen darum tief in unserem inneren:

Jede Medaille MUSS zwei Seiten haben. Es gibt den Tag nur wenn es die Nacht gibt. Es gibt Yin und Yan. Es gibt Sommer und Winter. Es gibt Weiß und Schwarz. Sonne und Schatten.

Unser Leben besteht aus Kontrasten.

Die Kunst besteht darin, diese Kontraste im Leben anzunehmen. Beides erfahren. Beides leben.

Denn nur, wenn wir alle Facetten des Lebens annehmen, alle Gefühle zulassen, nur dann leben wir voll und ganz.

Unsere Weiblichkeit spiegelt das zyklische Auf- und Ab des Lebens wider

Im Gegensatz zu Männern haben wir Frauen nicht jeden Tag die gleiche Form – wir leben mit einem hormonellen Zyklus. Wir unterliegen Schwankungen.

Wir Frauen spüren diese Schwankungen. Körperlich. Und emotional.

Das heißt: Wir bekommen in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen unsere Monatsblutung. Wir haben fruchtbare Tage und unfruchtbare Tage.

Und es heißt auch: Es gibt Tage, an denen fühlen wir uns energiegeladen und fröhlich.

Und dann gibt es die Tage, an denen sind wir sensibel, reizbar oder deprimiert.

Und ja: Wir haben Heißhunger auf Schokolade.

Daran ist nichts Schlechtes.

Im Gegenteil:

Unser Zyklus lädt uns auch dazu ein, achtsam für uns und unsere Körpersignale zu sein.

Klar: Wir können genervt von unserem Zyklus sein und alles hassen, was damit zu tun hat. Die elenden Schmerzen. Die unangenehmen Krämpfe. Die Empfindlichkeit. Die Sauerei.

Oder wir können fasziniert von unserem Körper sein. Von diesem Wunderwerk.

Und mit der Faszination können wir die Liebe für uns neu entdecken. Wir können uns annehmen. Mit all unseren Facetten.

Sobald wir uns achtsam wahrnehmen, erkennen wir, was für faszinierende, wundervolle Körper wir haben. Und wir begreifen viel besser, wie wir diesen Wunderwerken gerecht werden. Welche Bedürfnisse hinter unseren Symptomen liegen.

Im Endeffekt ist das schon der erste, achtsame Schritt für dein Wohlbefinden:

Wenn du deinen Zyklus als Auf und Ab wahrnimmst – und sowohl die Höhen und die Tiefen wertschätzen kannst,  und dabei einfach deinem Körper vertraust, dann schließt du Frieden mit dir und deinem Körper.

Ja, du schließt auch Frieden mit deinem PMS, mit deinen Schmerzen und mit all dem Hormon-Auf- und-Ab, was zu deinem Zyklus dazugehört .

Vielleicht denkst du jetzt:  „Na toll, die hat gut reden! Die hat vielleicht keine Problem. Aber ich – ich bin einmal im Monat der komplette Totalausfall! Ich habe Migräne / starke Krämpfe / bin so reizbar, dass ich meinen Mann ermorden könnte – wie soll ich das bitte willkommen heißen?“

Alles klar, Schwester: Ich verstehe dich doch!

Auch ich kenne Migräne.

Auch ich kenne Stimmungstiefs.

Auch ich bin manchmal komplett überfordert von meinen Hormonen.

Und darum sage ich dir ganz bestimmt nicht, dass du Schmerzen einfach ertragen musst.

Nein- du musst dich nicht einmal im Monat krank oder total neben der Spur fühlen.

Achtsam sein- das heißt nicht: Du muss dich nicht deinem „Schicksal“ unterwerfen.

Im Gegenteil!

Achtsamkeit bedeutet Selbstfürsorge! Darum:

Du darfst natürlich etwas tun, damit du dich besser fühlst! Und dazu kommen wir gleich!

Wichtig ist mir nur, dass du, bei allem was du tust, ein achtsames, selbstmitfühlendes Mindset kultivierst.

Denn:

Dein Körper ist nicht Feind..

Dein Zyklus ist keine Strafe.

Dein Körper ist ein Geschenk.

Dein Zyklus ist ein Geschenk.

Ja, es stimmt:

Wir Frauen haben unglaublich komplexe Körper – und unglaublich komplexe Hormone.

Aber weißt du was das Wunderbare ist?

Es ist gerade diese Komplexität, diese körperliche und seelische Empfindsamkeit, die uns so einzigartig und wunderbar macht. Unsere Komplexität ist ein Riesen-Geschenk. Wir dürfen stolz darauf sein.

Wir dürfen uns dafür feiern!

Also – lasst uns unsere Weiblichkeit feiern! Und das tun wir in der heutigen Achtsam Schlank Folge bzw in diesem Blog-Eintrag!

Hier kommen sie nun, die

6 Schritte, für einen achtsamen Umgang mit PMS und Zyklusbeschwerden

 

  1. Schritt: BEWUSSTSEIN 

    bewusst den Körper wahrnehmen

Achtsam leben, das bedeutet immer: Bewusst leben.

In diesem Fall hilft es, ein Bewusstsein für deinen weiblichen Zyklus zu gewinnen.

Sobald du deinen Körper und deinen Zyklus verstehst, wird dir einiges klar. Wenn du verstehst, was in deinem Körper vor sich geht, kannst du viel gelassener damit umgehen

Der weibliche Zyklus, kurz erklärt:

Der weibliche Hormonhaushalt wird von zahlreichen Hormonen gesteuert und ist ziemlich komplex.

Als erster Zyklustag gilt der erste Tag deiner Periode.

Ist deine Periode abgeschlossen, fängt der Körper an, sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten:

In den Eileitern reifen die Follikel (das sind Eibläschen aus denen sich später ein Ei entwickelt. Gleichzeitig baut sich in der Gebärmutter eine dicke Schleimhaut auf.

Und: Der Zervixschleim wird klar und dünnflüssig, damit Spermien ihn gut passieren können.

Der ganze Körper bereitet sich also auf eine mögliche Schwangerschaft vor: Dazu braucht es ein Ei, eine gut aufgebaute Gebärmutterschleimhaut und einen Zervixschleim, der es Spermien einfach macht, ans Ziel zu gelangen

Wir Frauen stehen in dieser Phase unter dem Einfluss des Follikelstimulierenden Hormons FSH und Östrogen.

Das heißt: Vielen von uns Frauen geht es jetzt sehr gut – wir blühen regelrecht auf! Wir haben mehr Energie, stecken voller Tatendrang, sind kreativ und kontaktfreudig. Umso näher wir dem Eisprung kommen, umso attraktiver fühlen wir uns (und sind es tatsächlich auch!) Auch die Libido steigt

In der Zyklusmitte kommt es dann zum Eisprung. Wir sind jetzt für einige Tage fruchtbar.

Jetzt werden andere Hormone wichtig. Darunter vor allem Progesteron. Progesteron ist ein Hormon, das dabei hilft, dass die Gebärmutterschleimhaut optimal auf eine Schwangerschaft vorbereitet wird: Sie wird jetzt noch besser durchblutet und so dick, dass ein richtig kuscheliges „Bett“ für ein Ei entsteht.

Sollte sich kein befruchtetes Ei einnisten (das heißt: Du wirst nicht schwanger), braucht dein Körper dieses „kuschelige Bett“ nicht mehr – und stößt es ab.

Wie das funktioniert?

Ganz einfach: Durch die Menstruation.

Wir lassen während unserer Menstruation aber nicht nur körperlich los. Viele Frauen fühlen dieses Loslassen auch psychisch. Sie leiden unter Stimmungsschwankungen und fühlen sich depri.

Außerdem kommt es bei manchen Frauen vor und während der Tage zu weiteren Begleiterscheinungen: Wassereinlagerungen, Heißhungerattacken, unreiner Haut, sensiblen Brüsten – das ganze Potpourri an ungewünschten Nebenwirkungen.

Klar, das ist unangenehm.

Aber andererseits: Mache dir klar, was dein Körper gerade leistet! Dein Körper reinigt sich selbst von innen! Ist es nicht verständlich, dass es bei dieser Reinigung auch zu Bauch- und Rücken-Krämpfen kommen kann? Ist es nicht großartig, welche Kraft dein Körper von Innen entfaltet?

Tipp: Es gibt Apps, mit denen du deinen Zyklus beobachten und daraus lernen kannst. Tracke für einige Monate deinen Zyklus und schäre so dein Bewusstsein. Denn: Erst, wenn du dir der Symptome deines Körpers bewusst bist, kannst du achtsam sein für dich und deine Bedürfnisse.

Wenn du keine App nutzen möchtest, kannst du natürlich auch einfach in dein Achtsamkeitstagebuch schreiben.

Achte dann einfach mal 2,3 Zyklen darauf, wie du dich fühlst und in welchem Zusammenhang das mit deinem Zyklus steht.

Du kannst dir beim Tracken folgende Fragen stellen

  • Wann kommt deine Regel?
  • Wie fühlst du dich dabei?
  • Hast du Krämpfe oder andere Symptome? Oder empfindest du die Regel vielleicht sogar als Erleichterung?
  • Wann während deines Zyklus hast du Kopfschmerzen, Übelkeit, Wassereinlagerungen?
  • Wann bist du gut drauf und voller Energie – und wann eher antriebslos und vielleicht sogar niedergeschlagen?
  • Was macht dein Zyklus mit deiner Libido?

Und natürlich kannst du auch dein Essverhalten achtsam beobachten:

  • Gibt es Phasen in deinem Zyklus, an denen du mehr Hunger hast als sonst?
  • Hast du an bestimmten Tagen mehr Lust auf Süßes? Oder mehr Lust auf Deftiges?

Effekt des Trackings:

Umso vertrauter du mit deinem Körper wirst, desto mehr kannst du ihn annehmen und wertschätzen.

Du erkennst: Alle Symptome deines Körpers haben ihren Wert, auch die Schmerzen und die Zipperlein.

Nichts ist nervig, nichts soll weg – denn jedes Zipperlein ist eine wertvolle Information. Eine Information über das kostbarste Geschenk, das du auf dieser Welt bekommen hast : Deinen Körper

  1. MINDSET

Damit sind wir auch schon beim zweiten Tipp für einen achtsamen Umgang mit PMS und Zyklusbeschwerden angekommen: Deinem MINDSET.

Lehne deinen Zyklus nicht ab. Lehne deine Symptome nicht ab.

Sei achtsam mit dir.

Sei liebevoll mit dir.

Verzeih dir, wenn du mal nicht gut drauf bist oder wenn du dich anders verhältst als sonst.

Nimm es an, als Teil von dir.

Fühlst du dich wie eine Heulsuse? Wie eine Zicke?

Na und? Du weißt ja: Es geht vorbei.

Tu jetzt einfach was dir gut tut.

Ändere, was du beeinflussen kannst.

Nimm an, was du nicht beeinflussen kannst

  1. ERNÄHRUNG

Bei PMS und Zyklusbeschwerden kannst du dir mit einer achtsamen Ernährung tatsächlich helfen.

Wohltuend sind jetzt Lebensmittel, die Phytohormone enthalten – das sind Hormone, die dem Progesteron sehr ähnlich sind.

Du erinnerst dich? Progesteron ist das Hormon, das die Gebärmutter dabei unterstützt, dicker und besser durchblutet zu werden und somit auf eine etwaige Schwangerschaft vorzubereiten.

Lebensmittel mit progesteronähnlichen Phytohormonen sind:

  • Obst: Bananen, Beeren, Datteln, Feigen,
  • Gemüse: Fenchel, grünes Blattgemüse (Spinat, etc., vor allem: Löwenzahn)
  • Sprossen
  • Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen, Bohnen
  • Kerne und Nüsse wie Sesam und Sonnenblumenkerne
  • Gewürze: Kreuzkümmel, Kardamon, Zimt, Lavendel
  • Tee: Kamille, Fenchel

Wenn du deine Tage hast, brauchst du außerdem mehr Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese wichtigen Spurenelemente findest du in grünem Blattgemüse (wie Spinat, Kohl, Mangold).

Auch Omega – 3- Fettsäuren tun dir jetzt gut (du findest sie fettem Fisch wie Lachs oder in Leinsamen.)

Eine optimale Mahlzeit während deiner Tage wäre also: Spinat mit Lachs mit Kartoffeln. Wenn du magst, kannst du zusätzlich noch Sprossen über dein Gericht geben – für den Extrakick an Phytohormonen.

Lust auf einen Nachtisch?

Schneide dir eine Banane in Stücke, bestreue sie mit Zimt und Sesam – da bekommst du jede Menge Magnesium aus der Banane, lockst gleichzeitig den Zufriedenheits-Neurotransmitter Serotonin und versorgst dich mit wertvollen Phytohorme aus Zimt und Sesam (Und ich verspreche dir: Das Ganze schmeckt auch super lecker!).

Du brauchst noch mehr Süße? Alles klar!  Schneide dir ein paar Datteln auf und beträufle sie mit etwas Nussmus. Danach bestreust du sie mit Zimt.

Du kannst Datteln auch in kleine Naturpralinen verwandeln. Schneide sie auf, fülle sie mit einer Walnuss und betreue sie mit Zimt oder Lebkuchengewürz.  Dieser kleine Snack ist ein Genuss und liefert dir genau die Nährstoffe, die du jetzt brauchst!

Übrigens. Bei akuter Schokolust kann auch ein Mangel an Magnesium Schuld sein. Auch in diesem Fall hilft dir die Banane.

Wenn du magst, kannst du dir dazu eine “gesunde” heiße Schokolade gönnen. Wenn du Kalorien sparen möchtest, nimmst du dazu ganz einfach stark entölten Backkakao, löst diesen in heißem Wasser auf und schlägst dazu Milch oder Mandelmilch auf. Als Süße kannst du Stevia oder Xucker nehmen (das wäre die kalorienfreie Variante). Wenn dir Kalorien egal sind, du aber wenig von Industriezucker hältst, kannst du mit Kokosblütenzucker oder Kokosblütensirup süßen. Wenn du möchtest, würzt du jetzt noch mit Zimt. Denn du weißt ja: Zimt liefert wertvolle Phytohormone!

Natürlich spricht nichts dagegen, auch etwas Schokolade zu genießen.

Vielleicht machst du ja sogar eine Achtsamkeitsübung daraus? Kaufe dir deine allerliebste, und gerne auch eine richtig luxuriöse Schokolade – und lasse dir diese auf der Zunge zergehen.

Achte aber unbedingt darauf, was dir guttut.

Wenn du dich einfach nur auf der Couch mit einer Riesen-Packung Familieneis einmummeln und dich mit einem Essanfall trösten willst, dann ist das zwar verständlich. Allerdings weißt du selbst: Danach geht es dir kein bisschen besser, oder?

Schlimmer noch: Zu viel Zucker schadet dir.

Denn Zucker treibt deinen Blutzuckerspiegel in die Höhe. Das gibt dir ein kurzes Hochgefühl – lässt dich danach aber in ein noch tieferes Loch fallen.

Darum: Sei achtsam mit dir und deinem Körper.

Hier sind Lebensmittel, die während PMS nicht so gut geeignet für dich und dein Wohlbefinden sind:

  • Zu viel Zucker (aus besagten Gründen)
  • Zu viel Koffein (Koffein verengt Blutgefäße, auch in der Gebärmutter – das KANN deine Menstruationsbeschwerden verstärken)
  • Alkohol (auch Alkohol kann PMS Symptome verschlimmern)

Wichtig: Diese Liste stellt keine „Verbots-Liste“ dar. Denke immer daran: Die beste Expertin für dich und dein Wohlbefinden bist du selbst!

Wenn du dein Achtsamkeitstagebuch führst, dann wirst du selbst bald bemerken, welche Lebensmittel dir richtig guttun – und welche eher nicht.

  1. ENTSPANNUNG

    Tasse Tee und Buch zum Entspannen

Die Menstruation ist die Zeit des Loslassens. Das heißt: Du darfst nicht nur körperlich loslassen. Sondern auch seelisch.

Wenn du magst, kannst du aus deiner Periode so eine regelmäßige Achtsamkeitswoche machen.

Dann gönnst du dir mehr Ruhe als sonst.

Mehr Entspannung.

Vielleicht kannst du kleine Rituale entwickeln, wie zum Beispiel ein Schaumbad mit Lavendel.

Oder du gönnst dir eine Meditation.

Auch eine halbe Stunde auf dem Sofa mit einer Kuscheldecke und einem spannenden Buch kann manchmal genau das Richtige sein.

Oder du gehst in dieser Woche einfach noch etwas früher als sonst ins Bett – und gönnst dir damit extra Schlaf!

  1. HILFE HOLEN

So wirksam wie Naturheilmittel, wohltuende Ernährung und Achtsamkeit sein können –  das heißt nicht, dass du auf ärztliche Hilfe verzichten musst!

Wenn deine Beschwerden zu stark sind, gehe zum Arzt.

Dein Frauenarzt kann dir Medikamente geben. Oder dir auch ganz natürliche Hilfsmittel empfehlen.

So hilft Mönchspfeffer sehr gut gegen Zyklusbeschwerden.

Bevor du allerdings alleine damit herumexperimentierst: Gehe zum Arzt!

Ich selbst habe mit pflanzlichen Hilfsmitteln sehr gute Erfahrungen gemacht und konnte mit ihrer Hilfe sogar schwanger werden. Dafür bin ich meinem Frauenarzt bis heute dankbar!

Manchmal dürfen es aber unbedingt auch “nicht pflanzliche” Mittel sein. Wenn dein Leidensdruck zu hoch ist oder du vor lauter Schmerzen arbeitsunfähig bist, sprich bitte unbedingt mit deiner Ärztin oder deinen Arzt und lass dich beraten!

Übrigens: Auch ich habe phasenweise die Pille genommen – nur um meine zyklisch bedingte Migräne los zu werden.  Die Pille hat oft einen schlechteren Ruf, als sie verdient!

  1. VORBILD SEIN

Okay, Tipp 6 ist nicht wirklich ein Tipp, der deine Zyklusbeschwerden erleichtert.

Aber weil mir dieser Punkt so am Herzen liegt, nehme ich ihn dennoch in die Liste auf:

Denke immer daran: Deine Einstellung, deine Worte, dein Verhalten betreffen nicht nur dich. Du beeinflusst damit auch andere Menschen.

Wir Frauen dürfen einander helfen.

Wir dürfen einander inspirieren.

Und wir tragen die Verantwortung, Vorbilder für junge Mädchen zu sein.

Ich selbst habe eine Tochter. Schon als ich schwanger war, hatte ich den Wunsch, meiner Tochter ein Vorbild zu sein. Ich wünsche mir für meine beiden Kinder (ich habe noch einen Sohn), dass sie glückliche, gesunde Menschen werden.

Aber ich bin ehrlich: Um meinen Sohn mache ich mir da weniger Gedanken. Es ist meine Tochter, für deren Gesundheit ich besonders sensibilisiert bin.

Wir wissen alle:

Wenn junge Frauen in die Pubertät kommen, haben sie es nicht leicht. Der Druck, schön und perfekt zu sein, ist enorm.

Vielleicht weißt du wie ich aus eigener Erfahrung, wie zermürbend dieser Druck sein kann. Ich selbst habe mich jahrelang unwohl in meiner Haut gefühlt.

Rückblickend geht es mir wie so vielen Frauen: Sehe ich Fotos von mir als junges Mädchen, dann sehe ich eine schlanke, hübsche Frau. Aber damals litt ich an Komplexen. Mein Körper veränderte sich – und ich wollte ihn kontrollieren. So habe ich mit Diäten begonnen. Und mich damit über Jahrelang in eine unglückliche Spirale aus Diät, Jojo-Effekt und damit einhergehender Selbstzerfleischung begeben.

Meine Tochter wird ihre eigenen Erfahrungen machen. Aber wenn es irgendwie möglich ist – dann wünsche ich mir für meine Kleine, dass sie sich all diese Erfahrungen erspart.

Ich wünsche meiner Tochter, dass sie ihren Körper, ihre Sinnlichkeit und ihre Weiblichkeit als einen Genuss und eine Quelle der Freude wahrnimmt. 

Ihr Körper ist eine Geschenk – und dieses Geschenk darf sie feiern!

Dazu gehört wohltuende Ernährung.

Dazu gehört Spaß an Bewegung.

Und dazu gehört vor allem ein Mindset der Liebe und Achtsamkeit.

Darum ist es mein Ziel, vor Tochter nicht über Diäten und Gewichtsprobleme und Komplexe zu sprechen. Weder kommentiere ich mein Gewicht, noch vergleiche ich mich mit anderen Frauen. Und am allerwenigsten vergleiche ich sie mit anderen Mädchen.

Denn meine Tochter ist einzigartig. Wunderschön. Vollkommen. Genauso wie sie ist.

Und so sind alle Mädchen vor allem eines: Wunderbare kleine Personen. Personen, die irgendwann zu Frauen heranreifen.

Es ist unsere Aufgabe, jungen Mädchen den Umgang mit unserer Weiblichkeit entspannt und achtsam vorzuleben.

Studien belegen:

Ob junge Mädchen Zyklusbeschwerden haben oder nicht und ihren Zyklus als ärgerlich und Last oder als etwas Spannendes und Wundervolles empfinden, hängt stark davon ab, wie sie an das Thema herangeführt werden!

Das heißt konkret: Wenn ein junges Mädchen in einer Familie aufwächst, in der die Frauen ihren Zyklus ablehnen und mit Kranksein verknüpfen, dann tun das junge Mädchen meist auch (und umgekehrt).

Ich weiß – wir fühlen uns nicht stark und nicht wie ein Rollenmodell, wenn wir gerade eine akute Migräneattacke haben oder starke Krämpfe haben.

Aber selbst wenn wir Schmerzen haben: Wir sind nie wehrlos. Wir haben immer eine Wahl. Gehen wir liebevoll mit unseren Symptomen um? Oder quälen wir uns und vergrößern unser Leid, indem wir unseren Körper verfluchen, unsere Hormonschwankungen hassen und uns damit – auf einer tieferen Ebene – selbst ablehnen?

Ja, es ist einfach so: Bei Schmerzen kannst du manchmal etwas dagegen tun.Und manchmal nicht. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als durch den Schmerz durchzugehen. Und ihn als Teil von dir zu akzeptieren.

Denk nur immer daran, es ist deine Wahl: Gehst du liebevoll und achtsam mit dir um? Oder entscheidest du dich für Krieg?

Ich wünsche dir einen liebevollen und achtsamen Umgang mit dir selbst – und deinem Körper – und ich freue mich, wenn dich dieser Blog-Artikel ein bisschen dazu inspiriert hat!

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Wie Achtsamkeit bei PMS helfen kann

Symptome verstehen und achtsam befriedigen

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Denn eines ist wichtig: Wir Frauen dürfen uns Frauen unterstützen. Wir sind dazu da, einander zu feiern und uns groß zu machen!