Bist du ein Stress-Esser?

Bist du ein Stress-Esser? So befreist du dich von Frust-Essen, “Zuckersucht” und emotionalem Essen

Es gibt Menschen, die bei Stress keinen Bissen mehr herunterbekommen. Diese Menschen müssen bei Stress aufpassen, um nicht zu viel Gewicht zu verlieren und dabei zu dünn zu werden.

Und dann gibt es die Menschen, die bei Stress nicht abehmen, sondern zunehmen. Das sind diejenigen, die ihre unguten Gefühle einfach wegknabbern.

Klar: Schokolade hilft, Glücksgefühle auszuschütten. Knabbern hilft, um „runterzukommen“. Es ist so einfach und geht so schnell: Essen entspannt. Essen entstresst.

Dumm nur, wenn wir vor lauter Stress und emotionalen Essen an Gewicht zunehmen.
Dann kommt zu unserem realen Stress auch noch selbst-gemachter Gewichtsstress hinzu!

Emotionales Essen stoppen

Wie gehst DU mit Stress und unangenehmen Gefühlen um?

Wenn du ein Stressesser oder Emotionaler Esser bist, dann ist eine Sache sehr wahrscheinlich:

Essen ist deine Nummer 1 Strategie, um dich selbst zu verwöhnen.

Sei mal ehrlich: Wie oft erlaubst du dir, im Alltag eine Pause einzulegen?

Wie hoch sind deine Erwartungen an dich? Wie lang ist deine To-Do-Liste?

Was musst du alles schaffen, damit du zufrieden mit dir bist?

Essen ist deine Möglichkeit, dir eine kurze Pause von dem ganzen Druck zu erlauben. Wenn du isst, dann darfst du für einen kleinen Moment loslassen. Entspannen.

In diesem kleinen Moment hörst du auf, perfekt zu sein. Du lässt Fünfe gerade sein. Du pfeifst auf deine Diät-Regeln. Du gönnst dir endlich mal, was du verdienst. Genuss. Pause. Ruhe.

Tatsache: In dem Moment, in dem du isst, kümmerst du dich um dich selbst.

Essen ist für dich zu einer Strategie geworden, um dir Selbst-Fürsorge zukommen zu lassen. 

 

Bist du zuckersüchtig?

Menschen, die sich von ihrem emotionalen Essverhalten befreien wollen, glauben oft, dass sie ein Problem mit Süßigkeiten haben. Sie halten sich für „Schocoholics“ oder zuckersüchtig.

Also verordnen sie sich selbst einen Entzug: Weg mit all den Süßigkeiten!

Löst totaler Zuckerverzicht das das Problem? Tja, wenn es so leicht wäre…

In Wirklichkeit machen strenge Verbote unser Problem oft noch größer.

Denn auf ein Verbot reagieren wir wie alle Lebewesen: Mit innerer Rebellion.

Vielleicht hast du es selbst schon mal erlebt: Da kämpfst du mit all deiner Willenskraft gegen deine vermeintliche „Zuckersucht“. Du erlaubst dir keinen Bissen Schokolade. Keinen Keks. Du bist wirklich eisern.

Und dann passiert´s. Irgendetwas läuft schief- und du gibst nach. Du hast all die Tage so tapfer gekämpft- und damit auch das letzte Fünkchen Willenskraft aufgebracht. Also isst du jetzt all die Schokolade, die du dir bisher verboten hast.

Ach seien wir ehrlich! Du isst noch viel, viel mehr, als du vor deinem Schokoladen-Verbot je gegessen hat. Und du isst defintiv mehr als gut für dich wäre…

Manche Menschen halten so lange und so hart Diät, dass sie irgendwann unter regelrechten Essanfällen leiden…

Hattest du auch schon einmal einen Essanfall nach einer Diät?

Dann weißt du ja, wie niederschmetternd sich ein solcher “Rückfall” anfühlt.

Du bereust, wie viel du gegessen hast. Du schämst dich.

Und du fühlst dich bestätigt: Da muss wohl was dran sein, an dieser Zuckersucht!  Warum verlierst du so die Kontrolle, wenn du auch nur ein Bissen von dem “Teufelszeug” isst? Warum können alle anderen Zucker maßvoll essen- und nur du verlierst so die Beherrschung? Du musst wohl süchtig sein, oder?

Also beschließt du, in Zukunft noch strenger mit dir zu sein. Du darfst wirklich keinen Bissen Süßigkeiten zulassen, wenn du so süchtig reagierst!

Und schon beginnt der Teufelskreislauf.

Mit jedem Essanfall verfestigt sich in dir der Glaubenssatz “Ich bin zuckersüchtig”.

Und mit jeder weiteren Diät, die du darauf hin durchziehen willst, vergrößerst du dein Problem. Denn: Du unterwirfst dich strengen Verboten und Geboten. Und ein unbewußter Teil in dir hasst Verbote, Zwang und deine strengen Regeln. Und genau dieser Anteil in dir reagiert darauf hin mit Widerstand.

Dieser Anteil in dir wird dein größter Feind bei jeder Diät. Auf kurz oder lang wird er deine Diät sabotieren.

Der “rebellische” Anteil in dir hat keine Lust auf ständiges “Brav-Sein”. Und sobald er seine Chance wittert, bestraft dieser Anteil den “strengen Oberlehrer”-Anteil mit einem saftigen Essanfall.

Oder hälst du dich nicht für “zuckersüchtig”- wirst aber dafür immer wieder von deinen Gefühlen überwältigt?

Manche Menschen geben hingegen nicht den Süßigkeiten die Schuld. Sie glauben, dass ihre Gefühle Schuld an dem Dilemma wären. Sie überzeugen sich selbst davon, dass sie Essen BRAUCHEN, um mit den Gefühlen in ihrem Leben fertig zu werden.

Typische Gedankengänge sind dann:

„Ach, ich habe gerade einfach so eine schlechte Phase, da brauche ich die Schokolade, um runterzukommen!“

Oder: „Heute ist so ein besch…. Tag. Ich hole mir jetzt einfach eine Riesenpackung Eis/Chips/mein persönliches Lieblingsessen und kuschle mich damit aufs Sofa. Das habe ich mir heute wirklich verdient!“

Oder: „Mein Leben ist gerade echt stressig. Da brauche ich abends einfach eine schnelle Tiefkühlpizza oder einen Döner oder etwas vom Drive Through. Für gesunde Ernährung habe ich keine Zeit.“

Kommen dir solche Gedanken bekannt vor?

Klar, verständlich sind diese Gedanken:

Wenn du gerade im Liebeskummer oder im Stress versinkst oder eine schwierige Phase in deinem Leben hast, dann hilft dir Essen tatsächlich. Essen löst im Gehirn mächtige biochemische Reaktionen aus. Ja: Essen tut gut.

Keiner kann das abstreiten.

Aber die Wahrheit ist auch: Wir werden unser ganzes Leben lang immer Stress und Probleme haben.

Mehr noch: Wenn du diesen Text liest, dann bin ich überzeugt davon: Du gehörst zu den Menschen, die in ihrem Leben wirklich etwas leisten! Wahrscheinlich hast du einen Beruf, in dem du Gas gibst. Du hast eine Familie, die dir am Herzen liegt und um die du dich kümmerst. Du gibst dir Mühe, eine gute Freundin oder ein guter Kumpel zu sein und bist für andere da. Du hast ein Hobby, das du mit Leidenschaft verfolgst.

Und zu all diesen Dingen, die dir wichtig sind, kommt jetzt noch das ganz normale Leben. Mit seinen Höhen. Und seinen Tiefen.

Das heißt: Der Stress in deinem Leben ist da. Er wird nicht irgendwann nachlassen (Nein, auch nicht, wenn die Prüfung erst mal rum ist/ Die Kinder endlich durchschlafen/ der Kredit abbezahlt ist/ du endlich in einer Beziehung bist, und und und…)

Also seien wir ehrlich und sehen den Tatsachen ins Auge: Ja, das Leben ist manchmal stressig. Und manchmal richtig emotional.

Wir alle haben Stress und unangenehme Gefühle. Die Frage ist nur: Wie gehen wir damit um?

Darum:

Wenn wir Stress nicht für immer ausweichen können, dann brauchen wir eine Strategie, wie wir effektiv mit diesem Stress und den unangenehmen Gefühlen umgehen können.

Fassen wir zusammen:

Essen ist zugegeben ein sehr wirksames Mittel, wie du deinem Gehirn schnell und effektiv einen kleinen Kick an Glückshormonen geben kannst. Aber es ist ganz bestimmt nicht das einzige Mittel. Es wird Zeit, unser Repertoire an Glücks-Strategien zu erweitern!

 

Der Schlüssel zu einem befreiten Essverhalten:

Entdecke deine psychologische Flexibilität

Wenn du psychologisch flexibel bist, heißt das: Egal welche Herausforderungen das Leben dir stellt- du hast Wahlmöglichkeiten, wie du darauf reagierst.

Keine Sorge: Es geht nicht darum, dass du nie wieder Schokolade essen darfst, wenn es dir schlecht geht.
Doch, das darfst du.

Es geht darum, dass du selbst wählen kannst. Du handelst nicht wie ein kleiner ferngesteuerter Roboter. Du sitzt selbst am Steuerknuppel. DU entscheidest selbst.

Psychologische Flexibilität bedeutet: Du hast Wahlmöglichkeiten. Ja, Schokolade ist eine davon. Die Frage ist: Was hilft dir noch?

Bitte nimm dir jetzt einen Moment und mach eine Bestandsaufnahme. Nimm dir ein Blatt Papier oder dein Achtsamkeits-Tagebuch und erstelle dir eine Wohlfühl-Liste.

Notiere alle Dinge, die dir gut tun. 

Denke auch an all die Dinge, die dir schon einmal im Leben geholfen haben, eine schwierige Situation zu meistern.

  • Welche Dinge helfen dir (außer Essen), um zu entspannen?
  • Was tut dir gut, wenn du niedergeschlagen, traurig oder enttäuscht bist?
  • Was hilft dir bei Wut und Ärger?
  • Welche Situationen/ Herausforderungen hast du schon einmal gemeistert und was hat dir dabei geholfen?

Schreibe dir mindestens 10 Punkte auf. Darunter können ganz einfache Dinge sein wie

  • drei Mal tief durchatmen
  • an mein Lieblings-Zitat denken
  • ablenken mit Internet / Facebook/ Pinterest
  • lustige YouTube Videos gucken
  • ein Buch lesen oder in einer Zeitschrift
  • eine Freundin anrufen
  • mit meiner Katze kuscheln / meinem Hund Gassi gehen
  • einen motivierenden Podcast hören
  • meditieren
  • Tagebuch schreiben
  • spazieren
  • mit etwas Nützlichem ablenken: Putzen, Gärtnern, einkaufen gehen
  • Sport

Nächster Schritt: Prüfe, wie wahrscheinlich es ist, dass du in der nächsten Woche einen der oben genannten Punkte ausführst und wie effektiv sie in der Vergangenheit waren.

Benutze dabei eine Skala von 1-10.

“1” heißt: “sehr unwahrscheinlich/ bisher noch nicht erfolgreich angewandt”.

“10” heißt: “sehr wahrscheinlich/ schon öfter erfolgreich angewandt”.

Wenn du noch nie bei Stress spazieren gegangen bist, dies aber gerne in Zukunft ausprobieren möchtest, dann gib der Strategie eine „1“.

Wenn du bei Problemen gerne mit deiner Freundin telefonierst, und dies dir in der Vergangenheit sehr geholfen hat, dann gib der Strategie eine “10”.

Übrigens: eine „1“ ist nicht schlechter als eine „10“. Idealerweise bekommst du einen guten Mix hin. So kannst du im Notfall auf altbewährte Strategien vertrauen. Du kannst aber auch etwas Neues ausprobieren. Das ist eine tolle Chance, dein Repertoire an Notfall-Strategien zu erweitern. Toller Effekt: Du gewinnst an psychologischer Flexibilität hinzu!

Zum Abschluss entscheidest du dich jetzt für EINE Strategie auf deiner Liste, die du NOCH DIESE Woche mindestens ein Mal ausprobieren möchtest.

Das ist dein Commitment, deine Selbstverpflichtung: Nur wenn du dir wirklich einen Punkt konkret aussuchst und dir einen zeitlichen Rahmen dafür setzt, wirst du auch wirklich ins Handeln kommen.

Yep- du brauchst diese Selbstverpflichtung. Ohne Selbstverpflichtung bleibt aller Wusch nach Veränderung nur heiße Luft. Wenn du dich wirklich ändern willst und etwas dazulernen willst, dann MUSST du einen Schritt weiter gehen als nur “aufschreiben- planen – träumen”.

Du willst vom Planen ins Umsetzen kommen!

Also, mach eine Ansage: Welche Strategie wirst du noch diese Woche mindestens ein Mal ausprobieren?

Fertig mit der Übung? Super!

Deine Liste ist ab sofort dein „Notfall-Koffer“ aus dem du dich bei Stress und unangenehmen Gefühlen bedienen kannst.

Behandle die Lister wie einen echten „Notfall-Koffer“. Wenn du dich schneidest und blutest, weißt du sofort, wo du bei dir im Haus ein Pflaster findest, stimmt´s? Und wenn du Kopfschmerzen hast, weißt du genauso, wo die Asprin-Tabletten liegen, oder?

Mit deiner Seele darfst du genauso fürsorglich umgehen wie mit deinem Körper. Das heißt:

Habe bei unangenehmen Gefühlen und Stress deinen psychologischen „Notfall-Koffer“ – deine Wohlfühl-Liste- genauso schnell parat, wie du bei einer Wunde ein Pflaster zur Hand hättest!

Es geht um DICH und um DEIN Leben. DU hast es in der Hand.

Schreibst du nicht gerne Tagebuch? Scheust du dich eine Notfallliste anzulegen? Spürst du inneren Widerstand oder hast du Ausreden, warum die Übung für alle anderen gut sein mag- nicht aber für dich (“Ach, das ist doch albern”/”Klar, mach ich- vielleicht später”/”Ich brauche das nicht aufschreiben, es reicht wenn ich es kurz im Kopf durchgehe…”, etc.)?

Zugegeben: Wann immer wir uns aus unserer Komfortzone begeben sollen, fühlt sich das ein bisschen komisch an. Aber nur so können wir wachsen und uns weiter entwickeln.

Denke bitte daran: Es geht um deine Werte. Es geht um dein Leben.

Es geht darum, dass du verwirklichst, was du dir erträumst.

Willst du eine gesunde, schlanke Person sein mit? Eine Person in einem fitten Körper und mit gesunden, wohltuenden Essverhalten?

Stell dir diese Person (dich in deiner zukünftigen Version!) mal vor: Wie würde diese Person denken, wenn sie einen schlechten Tag hätte? Was würde sie denken? Was würde sie sagen? Wie würde sie handeln?

Deine Liste hilft dir, genau darüber Klarheit darüber zu gewinnen. Mit deiner Liste entdeckst du genau, wer genau du sein willst und wie genau du handeln willst. Und ja: Es macht definitiv einen Unterschied, ob du die Dinge aufschreibst (und in einem schwachen Moment parat hast) oder ob du sie nur im Geist durchspielst (und bei nächster Gelegenheit vergessen hast)!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute mit deiner Liste!

Ich bin überzeugt, du schaffst das!

 

PS: Zum Schluss möchte ich dir noch ein kleines Geheimnis verraten… Nämlich welche Punkte mir persönlich helfen.

Darum hier meine persönliche Wohlfühlliste: 

  • einen Podcast hören
  • wenn ich mich motivieren/ pushen will: mein Lieblingslied Motivationslied hören (am besten mit Kopfhörer, das fühlt sich noch intimer an und wirkt noch besser). Besonders motivierend sind für mich die Lieder, die meine Trainer im Fitnesstudio während der Kurse abspielen 😀
  • Klassische Musik hören um mich zu beruhigen und Stress abzubauen (bevor du denkst: „Das ist nichts für mich!“- Probiere es bitte mal aus! Johann Sebastian Bach ist besonders entspannt. Auch die ruhigen Stücke von Wolfang A. Mozart funktionieren. Die beruhigende Wirkung von Bach und Mozart auf unser Nervensystem ist sogar wissenschaftlich (!) bewiesen, so fortschrittliche Kliniken bei Operationen den Patienten Stücke dieser Komponisten vorspielen)
  • einfach ablenken (am besten aktiv: Hausarbeit, für meinen Blog schreiben, etc.) (Bei mir persönlich nicht so gut: Einkaufen gehen- Gefahr, dass ich mir doch „Trost-Schokolade“ kaufe….)
  • Sport (oder die nächste Sporteinheit planen: Mit vollem Magen will ich nicht zum Fitness-Kurs)
  • meditieren (bzw. eine Meditations-CD hören oder mit einer Meditations-App entspannen)
  • spazieren gehen (leider habe ich dazu oft nicht die Zeit- aber eine schnelle Runde um den Block wirkt Wunder)
  • mit meinem Mann reden.
  • lustige Youtube-Videos

Jetzt bin ich gespannt:

Was hilft DIR, um dich zu entspannen?
Was hilft DIR persönlich, um dich glücklich zu stimmen?

Und vor allem: Welche Strategie willst du NOCH DIESE WOCHE umsetzen, um dir bei Stress oder unangenehmen Gefühlen den Druck zu nehmen?

Ich freue mich, von dir zu hören und etwas von dir zu lernen!

Übrigens: Und ein Kommentar bringt auch dich weiter: Wenn du jetzt gleich einen Kommentar hinterlässt, dann hat das einen psychologischen Effekt: Du  beweist dir selbst, dass du Commitment hast- also bereit bist dich zu engagieren. Du verpflichtest dich selbst. Auf eine schöne, selbst-liebende Art und Weise.

Einfacher kannst du dein Unterbewußtsein nicht auf Erfolg programmieren 😉

Also: Geh den ersten Schritt in Richtung Selbst-Fürsorge. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

3 Kommentare
  1. Luisa
    Luisa sagte:

    WOW! Toller Artikel!!!

    Wenn ich runter kommen will und entspannen will, dann mache ich mir gerne einen heißen Tee. Und dann kuschel ich mich mit einem Buch auf´s Sofa.
    Leider habe ich so die Angewohnheit, nach der Arbeit direkt den Kühlschrank anzusteuern, ob ich nun hungrig bin oder nicht!
    Diese Woche will ich mal probieren, mir erstmal einen Tee zum runter kommen zu machen! Danke für die Inspiration 🙂

    Antworten
  2. Paula
    Paula sagte:

    Mein Leben ist zur Zeit ein ganzschönes durcheinander und immer wenn mir alles mal wieder über den Kopf wächst und die Verzweiflung zu groß wird muss ich unbedingt was essen, dass geht jetzt schon seit mehreren Jahren so und ich habe bereits 15 Kilo zugenommen und eine ganze Menge ausprobiert um das zu stoppen, was mich nur noch mehr stresst und nur eine weitere ewige Baustelle in meinem Leben ist…
    Ich möchte das jetzt ändern und bin sehr dankbar dafür hier einen Ansatz gefunden zu haben der so Menschen freundlich ist.
    Mich entspannt es sehr diese Block Beiträge zu lesen und die Podcasts zu hören, einfach zu realisieren das meine Probleme normal sind, ich nicht die einzige bin, die ihre Gefühle runterschluckt.
    Danke dafür 🙏

    Antworten
    • Nuria
      Nuria sagte:

      Liebe Paula,
      danke für deinen so offenen und mutigen Kommentar.
      Weißt du, das kenne ich auch so gut, dass manchmal alles so stressig und viel wird und mir über den Kopf hinaus wächst. Auch ich habe manchmal dann noch den Impuls zum Essen zu greifen! Das Gute ist: Ich habe mittlerweile bessere Wege gefunden für mich als Essen.

      Aber ja: Essen ist einfach praktisch – immer verfügbar, es entspannt, und im Gehirn werden sogar Glücksgefühle ausgeschüttet. Leider halten diese Glücksgefühle ja nur so lange an wie wie die Schokolade in unserem Mund schmilzt – und danach sind sie weg – und wir fühlen uns schlechter, nicht besser.
      Bitte denke daran, dass du wenn du zu Essen greifst, dir einfach nur selbst helfen willst. Du versuchst dir gut zu tun! Und das ist etwas sehr, sehr Gutes. Du willst dir selbst helfen. Und diese Selbsthilfe- das tust du in Zukunft auch weiterhin. Das ist so wichtig. Du machst es nur auf eine andere Art und Weise als Essen.
      Das heißt: Du suchst dir etwas, dass dir WIRKLICH, WIRKLICH gut tut – nicht nur kurzfristig, sondern langfristig.
      Vielleicht wirkt es im ersten Moment noch nicht so wie Essen.
      Gib dem ganzen Zeit.
      Du wächst da rein.

      Ich wünsche dir ganz viel Erfolg dabei und ich glaube an dich!
      Von Herzen alles Liebe,
      deine Nuria

      Antworten

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